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Anonym im Netz mit dem Privacy Handbuch

“Im realen Leben ist Anonymität die tagtäglich erlebte Erfahrung. Wir gehen
eine Straße enlang, kaufen eine Zeitung, ohne uns ausweisen zu müssen. Das Aufgeben von Anonymität (z.B. mit Rabattkarten) ist eine aktive Entscheidung.

Im Internet ist es genau umgekehrt. Von jedem Nutzer werden Profile erstellt. Websitebetreiber sammeln Informationen (Surfverhalten, E-Mail-Adressen), um beispielsweise mit dem Verkauf der gesammelten Daten ihr Angebot zu finanzieren. Betreiber von Werbe-Servern nutzen die Möglichkeiten, das Surfverhalten websiteübergreifend zu erfassen.”

Quelle: www.awxcnx.de/download/Einleitung.pdf

Der Einstieg
Es gibt am PC bzw. Router eine Menge Stellschrauben, die ein sicheres Surfen gewährleisten können. Um einen recht umfassenden Überblick zu erhalten, kann ich das Privacy Handbuch empfehlen. Es kann hier kostenlos heruntergeladen werden: www.awxcnx.de/download/privacy-handbuch.pdf. Als Einstieg für Anfänger empfehle ich die Kapitel 1, 2 und 3.

Man sollte es aber mit den Sicherheitseinstellungen und Firefox Configs nicht gleich übertreiben, da es ansonsten schnell passieren kann, dass das Browserfenster leer bleibt. Wer auf die Idee kommt Javascript zu deaktivieren, wird bei vielen Internetdiensten (vor allem Web 2.0) eine böse Überaschung erleben.

Was die Verwendung von TOR angeht, würde ich auch zu Vorsicht raten. Da man nicht weiß, wer an den EXIT-Nodes sitzt, sollte man bspw. kein Homebanking betreiben oder andere sensible Daten über das TOR-Netz schicken. Zum normalen surfen reicht es aber allemal aus und man kann sich ziemlich sicher sein, dass man ein hohes Level an Anonymität besitzt. Was es mit TOR genau auf sich hat, steht ebenfalls im Privacy Handbuch oder bei Wikipedia.

Zur Grundausstattung eines jeden Surfers sollte immer ein stets aktueller Virenscanner, wie der kostenlose AntiVir von Avira, gehören. Eine (rudimentäre) Firewall, wie sie bspw. bei Windows XP mit aktuellem Servicepack standardmäßig mit an Board ist, trägt ebenfalls zur Sicherheit bei. Regelmäßige Betriebssystem Updates helfen Sicherheitslücken zu schließen.

Alleine die technischen Tools ermöglichen aber noch lange kein anonymes Surfen. Das größte Sicherheitsleck ist nach wie vor der Mensch, der vor dem Computer sitzt. Ein bewusster Umgang mit dem Internet und ein gesundes Misstrauen gegenüber unbekannten Web-Angeboten, E-Mails usw. ist in allen Fällen angebracht.

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